Ich sammle. Nicht bewusst, nicht systematisch, aber unablässig. Ein Lichtspiel auf einer Hausfassade. Die Farben des Himmels kurz vor einem Gewitter. Ein vergilbtes Notenblatt, das mir in die Hände fällt. Stimmungen, Eindrücke lagern sich ab, werden zu einem inneren Reservoir, aus dem ich schöpfe, wenn ich arbeite.
Erst der Griff zum Pinsel verarbeitet die Essenz des Erlebten, materialisiert Gedanken, macht sichtbar.
Im Atelier beginnt der eigentliche Prozess – ohne fixen Vorgaben, großartigen Skizzen, oder strengen Konzepten. Ich lasse mich treiben. Eine erste Farbspur setzt sich auf die Leinwand, eine zweite folgt, widerspricht der ersten, ein Stück Erinnerung wird aufgeklebt, eine Linie gezogen. Es ist ein Dialog mit dem Material, ein Tasten, ein Suchen. Manchmal ein Kampf.
Was mich antreibt, ist nicht die Absicht, etwas Bestimmtes darzustellen, sondern der Wunsch, einen Zustand festzuhalten – jene Leichtigkeit, jene Lebensfreude, die ich in den gesammelten Momenten gespürt habe. Meine Bilder sind Versuche, diese Empfindung ,diese inneren Forderungen sichtbar zu machen, ohne sie zu benennen, ohne sie festzulegen.
Der Weg ist das Ziel. Und jedes Bild ist zugleich Ankunft und Aufbruch zu einem neuen.